Freitag, 23.02.2007
Vortrag
20:00 Uhr / Koeppenhaus - Literaturzentrum
Dr. Marie-Luise Waldhausen-Lienert "Schach als frustraner Selbstheilungsversuch"
NACHHOLTERMIN für die am 19. Januar ausgefallene Veranstaltung

Vortragsreihe "Psychoanalyse und Kunst" in Kooperation mit dem Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie MV und dem Institut für Medizinische Psychologie der Uni Greifswald

Der russisch-amerikanische Romancier Wladimir Nabokov ist vor allem als Verfasser des lange umstrittenen Romans Lolita hervorgetreten. Dass er neben Stefan Zweig mit seinem Frühwerk Lushins Verteidigung einen der bedeutendsten Schachromane verfasst hat, ist weniger bekannt.
Geschildert wird die tragische Geschichte eines Genies, das sich zu einem der weltbesten Schachspieler entwickelt, sich jedoch in der Welt der Durchschnittsmenschen nicht zurechtfinden kann und daran zugrunde geht. Das Schachspiel, das zunächst ein Refugium für Lushin darstellt, offenbart sich allerdings im Verlauf der Geschichte zur existentiellen Bedrohung.

Inwieweit Schach für den Held des Romans, Lushin, eine ähnliche Bedeutung hat wie das Schreiben für Nabokov, der sich Zeit seines Lebens enorm negativ und abfällig über die Psychoanalyse geäußert hat, wird Marie-Luise Waldhausen-Lienert, die als Psychotherapeutin und Psychoanalytikern in Berlin tätig ist, in ihrem Vortrag beleuchten.


Eintritt: 5,- Euro/3,- Euro erm.
VVK: Café Koeppen, im Antiquariat Dr. Ulrich Rose und in der Greifswalder Stadtinformation statt.

Dr. Marie-Luise Waldhausen-Lienert "Schach als frustraner Selbstheilungsversuch"
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